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 16.  Panzer  -  D i v i s i o n

 ab Nov. Stalingrad
 Feb. 43 vernichtet
 GenLt Angern
gefallen
am 02.02.1943

 Divisionsgeschichte der 16. PD

  Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Armee


 o01.01. -  25.04.1942  :         Abwehr in der Mius-Stellung

 o26.04. -  14.05.1942  :         Auffrischung im Raum Makejewka – Stalino

 o14.05 -  16.05.1942  :         Bereitstellung für Frühjahrsoffensive

 o17.05. -  27.05.1942  :        Vernichtungsschlacht bei Barwenkowo,
                                                 Schlacht bei Charkow
 o28.05. -  09.06.1942  :        Abwehrkampf bei Woltschansk

 o22.06. -  26.06.1942  :        Schlacht von Isjum - Kupjansk

o27.06.-   07.7.1942  :       Division wird im Raum Stalino - Makejewka aufgefrischt und Bereitstellung für
                                          Sommeroffernsive , Vorstoß über Lissitschansk / Donez und Arshanowsky / Tschir
                                          zum mittl. Don.

o22.07.1942  :                   Kesselschlacht Kalatsch  ( 20.07.- 11.08.1942 )

o22.08.1942  :                   Bereitstellung im Don-Brückenkopf v. Peskowatka – Wertjatschij

o23.08.1942  :            Vorstoß auf die Wolga nördlich v. Stalingrad in den frühen Morgenstunden, gedeckt von
                                   der 3. ID (mot) und der 60.ID (mot) über den Tatarenwall längs der Eisenbahnlinie
                                   Stalingrad-Moskau quer durch die Steppe auf den Nordteil Stalingrads zu.
                                   Am Nachmittag liegt die Wolga zu Füßen der Angriffsspitze.

o24.08. - 01.09.1942  :     Es entbrennen in Rynok und in der nördl. Industriesiedlung Stalingrads, Spartakowa,
                                    heftige Kämpfe. Die schmale  Vormarschstraße wird durch starke sowjetische
                                    Panzerkräfte abgeschnitten. Gen. V. Wietersheim ( XIV: PzK.) will schon den am Vortag
                                    eroberten Abschnitt wieder aufgeben, doch Gen. Paulus verbietet kategorisch den Rückzug.
                                    Eingekesselt bleibt die 16. PD eine ganze Woche lang bis zum 1.9. im Vorort Rynok, nur aus
                                    der Luft und durch kl. Nachschubgruppen, die sich nachts unter dem Schutz einiger Panzer
                                    durchschlagen, notdürftig versorgt, in kritischer Lage stehen, bis das LI. AK herankommt. 

22.09.1942  :               16. Panzer Div.:  Marsch Btl. in Stärke von 1 - 7 - 242 eingetroffen

o02.10.1942  :             Seit 16.00 Uhr läuft ein Angriff von Teilen der 16. Pz. Div. aus dem Raum nordwestlich 93,2
                                    mit dem Ziel, südwestlich 85,1 die Verbindung mit 94. I. D. zu suchen.
                                   Südlich Jersowka wehrte 16. Pz. Div., bei 141,2 3. I. D. (mot.) mehrere von Panzern
                                   unterstütze Infanterieangriffe ab.
                                  -Seit 16.00 Uhr läuft ein Angriff von Teilen der 16. Pz. Div. aus dem Raum nordwestlich 93,2
                                  mit dem Ziel, südwestlich 85,1 die Verbindung mit 94. I. D. zu suchen.

o03.10.1942  :         Teile der 16. Pz. Div. nahmen, von Norden vorstoßend, das Wäldchen ostw. 85,1 und die stark
                                 ausgebaute Kolchose nordwestlich davon.

o04.10.1942  :         Von Norden nahm 16. Pz. Div. das Dreieckswäldchen 500 m ostwärts Pkt. 85,1. Schwache Teile
                                 sind in das Bachtal südlich davon vorgestoßen. Damit bildet sich ein neuer kleiner Kessel
                                 südostw. Orlowka. Kräfte zum Ausräumen stehen jedoch z. Zt. nicht zur Verfügung.
                                 Sicherung der Kessel erfolgt durch Baukräfte und Tross.

o05.10.1942  :         6. Pz. Div.: 500 m ostw. 85,1 - Nordufer Bachabschnitt südl. 85,1 - Südostrand des
                                Dreieckswaldes ostw. 85,1. Dort wie bisher,

o15.10.1942  :         Vorderste Linie und erreichte Räume (Veränderungen):
                                XIV. Pz. K.:  Teile 16. Pz. Div.: hart nördlich von Spartakowka - Westrand Spartakowka -
                                Petschetka - Westrand Rynok.

o24.10.1942  :       Kämpfe im Ostteil der Arbeitersiedlung Spartakowka

o11.11.1942  :      Stellungskämpfe an der Wolga im Raum Rybnok + Spartakowka / Stalingrad-Nord

o17.11.1942  :     An der Ostfront des Korps griff 16. Pz. Div. mit 2 Kampfgruppen von N. und W. den Ort Rynok an.
                             Es gelang zunächst, mit beiden Gruppen in den Ort einzudringen.

o21.11.1942  :     Um 17.10 Uhr alle vier Marschgruppen der 16. Pz. Div. über Brücke Lutschinskoij gerollt. Als
                             letzte Einheit Art. Abt. 631.

o25.11.1942  :     16. Pz. Div.: Vorgeschobene Eigene Stellung bei 169,2 wurden am frühen Morgen von etwa 80
                             Russen dabei 4 Panzer angegriffen. Höhe ging verloren.

o26.11.1942  :     Unterstellung der 16. Pz. Div. zur Bereinigung des Einbruches bei Höhe 145,1 wird beantragt.
                             - 16. Pz. Div. zur Verfügung Armee nach Bol. Rossoschka.

o27.11.1942  :      Eindrücken der  16. Pz. Div. in den befohlenen Abschnitt bei 145,1 am 28.11. ab 14.30 Uhr.

o28.11.1942  :      Restteile 16. Pz. Div. eintreffen 28.11. im Raum nördlich Gumrak. Einsatz in Nordostfront
                              vorgesehen, um hier Front der abgekämpften 94. I. D., die bei stärkerem Feinddruck überrannt zu
                              werden droht, zu stützen, bis freigewordene Infanteriekräfte aus Westfront eingetroffen.
                              -Erneute Feindangriffe gegen Nordostfront LI. A. K. Einbruch westlich Rynok wurde durch 24. Pz.
                              Div. bereinigt. Einbruch bei 147,6 in Stärke von etwa 2 Bataillonen und über 6 Panzer, der bis in
                              die Schlucht 2,2 km nordwestlich Orlowka führte, konnte bisher abgeriegelt werden. Die im
                              Eintreffen befindlichen Teile 16. Pz. Div. werden zum Gegenangriff angesetzt.
                              Feindeinbruch nordwestlich Orlowka durch 16. Pz. Div. bereinigt, 4 Panzer vernichtet.
                              20.40 Ihr Einbruch bei Zybenko bereinigt, HKL an ganzer Südfront fest in eigener Hand bis auf 
                              örtlichen Einbruch nördlich Jagodniki, der nach Mondaufgang bereinigt werden soll.
                              - Der Einbruch nordostw. Orlowka wurde nach Vernichtung von 2 T 34 bereinigt. Bei 144,1 stieß
                              der Feind mit Infanterie und 7 Panzern bis südlich Höhe 147,6, wo er gehalten wurde. Die zum
                              Gegenstoß angesetzten Teile der 16. Pz. Div. und 60. I. D. (mot.) gewannen Höhe 145,1 zurück.
                              -16. Pz. Div. übernimmt anschließend Abschnitt bis zur rechten Grenze der 60. I. D. (mot.) erst
                              nach Wiedergewinnung der HKL nordostw. 145,1.

o29.11.1942  :     Der für 12.00 Uhr vorgesehene Gegenangriff der 16. Pz. Div. zur Gewinnung des Eisenbahnknicks                                 verzögert sich. In diesen stieß ein Feindangriff mit 8 Panzern und Infanterie am Bahnknick und mit
                             5 Panzern und Infanterie bei Höhe 145,1. Abwehrkämpfe an beiden Stellen im Gange. Bisher bei
                             Höhe 145,1 2 Panzer vernichtet.
                             - LI. A. K.meldet 20.40 Uhr - Die durch Panzer unterstützten Angriffe gegen; Höhen 147,6 und
                             145,1 wurden durch 16. Pz. Div. und 60. I. D. (mot.) abgewiesen. 2 Panzer vernichtet, 2
                              bewegungsunfähig geschossen. Höhe 147,6 und 145,1 fest in eigener Hand.

o03.12.1942  :       Auf Stellungen 16. Pz. Div. während des ganzen Tages Störungsfeuer, besonders bei 147,6.
                              13.45 Uhr feindlicher Vorstoß gegen 145,1 abgewiesen.

o04.12.1942  :       Bei 145,1 eingesickerte Feindgruppe wurde durch 16. Pz. Div. vernichtet. 2 zum Vorstoß gegen
                              147,6 bereitgestellte Feindgruppen wurden in der Bereitstellung zerschlagen.

o06.12.1942  :      Vorstoß einer Feindgruppe von 50 Mann gegen 145,1 wurde von 16. Pz. Div. abgewiesen. 2 km
                              nordostw. 147,6 erkannte Ausladung von etwa 150 Mann aus Lkw wurde durch Artillerie
                              bekämpft. Feindangriff in Bataillonsstärke ostw. 422 um 15.30 Uhr wurde abgeschlagen.
                              - 16. Pz. Div. wies Vorstoß einer Feindgruppe von 50 Mann gegen Höhe 145,1, einen Angriff in
                              Bataillonsstärke um 14.00 Uhr und einen um 17.00 Uhr gegen eigene Stellungen zwischen 147,6
                              und 145,1 ab. Ausladungen nordostw. 147,6, die von eigener Artillerie gefasst wurden,
                              Verschiebungen vor der Front der 16. Pz. Div. in Richtung ihres rechten Flügels und Zuführung
                               von weiteren Kräften aus Richtung Jersowka von etwa 70 Lkw nach Gegend Molkerei bei Bez.
                               Pkt. 740 lassen auf weitere Angriffsabsichten gegen 24. und 16. Pz. Div. am 07.12. schließen.

07-12-42               16. Panzer - DivisionDiv. Gef. Std.   Fernschriftlich voraus! Die Division meldet:
                              Ist - Stärke, Stand 01.12.42:
                              333 Offiziere, 102 Beamte, 2 141 Unteroffiziere, 9 713 Mannschaften
                              Davon befinden sich innerhalb des Operationsbereiches des AOK. 6:  7 857. Fehlstellen: 3 958.

08-12-42
                               Nordostfront mehrere Angriffe in jeweils Bataillonsstärke mit einigen Panzern gegen 24. und
                               16. Pz. Div. abgeschlagen. Einbruchsstelle 145,1 Gegenangriff im Gange, 139,1 abgeriegelt.

09-12-42               Bei 16. Pz. Div. besetzte Feind in den frühen Morgenstunden Höhe 141,0, 750 m nordwestlich
                              145,1. Im Gegenangriff wurde sie um 13.00 Uhr wieder genommen. 2 Vorstöße gegen 147,0 und                                     südostw. davon wurden abgeschlagen. Um 13.00 Uhr gewann Feind Höhe 145,1. Gegenangriff ist
                               eingeleitet. Außer feindlichem Granatwerferstörungsfeuer im Abschnitt 139,7, Bez. Pkt. 415,1
                               keine besonderen Ereignisse.  
                               - 16. Pz. Div. wies 2 Vorstöße gegen Höhe 147,6 ab. Der um 13.00 Uhr zur Wiedergewinnung der
                               Höhe 141,0 (1 km nordwestlich 145,1) angesetzte Gegenangriff stieß hier auf Feind mit Panzer
                               und Pak und blieb am Westhang liegen. Gleichzeitig griff Feind mit mehreren Bataillonen und
                               einigen Panzern die Höhe 145,1 und die Höhe westlich davon an und nahm sie.

10-12-42               16 Pz. Div. Musste unter erheblichen eigenen Verlusten Eisenbahn bei Bezugspunkt 42 vor
                              überlegenem Feind aufgeben. Eigene Sicherungen 300 m südlich der Bahn. Gegenangriff 04.45 Uhr
                              beabsichtigt. -Gegenangriff 16. Pz. Div. führte zur Wiedergewinnung von 145,1 und Höhe westlich
                              davon unter starken Verlusten für den Feind. Ab 13.00 Uhr wurde durch Vorstoß von 422 längs der
                              Bahn nach Westen der hier haltende Feind vernichtet. Säuberung des Geländes südlich der
                              Eisenbahn zurzeit im Gange. -Bei 16. Pz. Div. HKL durch Panzervorstöße entlang der Bahn bis
                              Bez. Pkt. 422 und durch Schließen der Lücke südlich 139,7 wieder fest in eigener Hand.

15-12-42               Bei 16. Pz. D. um 14.00 Uhr Angriff gegen 422 und 145,1 je in Kompaniestärke, der vor eigenen
                              Stellungen liegen blieb.

24-12-42               Außer Spähtruppvorstößen des Feindes gegen Höhenblock 102,0 bei 16. Pz. Div. und 60. I. D.      
                             (mot.) sowie einem örtlichen Einbruch bei Planquadrat 72 D 2, der im Gegenstoß bereinigt wurde,
                              ruhiger Verlauf der Nacht ohne Angriffshandlungen des Feindes.

25-12-42               Auf linkem Flügel 16. Pz. Div. und rechtem Flügel 60. I. D. (mot.) am Morgen Feindangriff mit
                              Infanterie und 14. Pz. Div., der zum Einbruch bei 139,7 und nordwestlich davon führte. Der um
                              11.30 Uhr mit eigener Panzerunterstützung angetretene Gegenangriff führte bis dicht vor 139,7 und
                              entsetzte eingeschlossene Besatzung auf Höhe 1 km nordwestl. 139,7. Kämpfe noch im Gange.
                              -Bei 16. Pz. Div. je 1 Feindvorstoß in Zugstärke auf 147,6 und 422 abgewiesen. Bei 153,7 ist        
                              Einbruchsstelle abgeriegelt.

26-12-42               Bei 16. Pz. Div. wurden 3 feindliche Vorstöße von je über 50 Mann gegen 147,6 und 422
                              abgewiesen. Um 03.00 Uhr fühlte Feind, verstärkt von 139,7 nach Süden vor.
                              Gleichzeitig begann eigener Gegenangriff bei 16. Pz. Div. und 60. I. D. (mot.) sowie Gegenstoß
                              zur Herstellung der alten HKL.
                              -Nacht 25. / 26.12. Nordostfront weitere örtliche, schwächere Feindeinzelangriffe gegen 16. Pz.
                              Div. In frühester Morgenstunde geführter eigener Gegenangriff zur Wiederinbesitznahme 139,7
                              scheiterte.
                              -Bei 16. Pz. Div. gelang es nicht, Höhe 139,7 wieder zu nehmen. Lage auf der Höhe z. Zt.
                              ungeklärt . Ein feindlicher Angriff südostw. 139,7 am Vormittag durch Artillerie zerschlagen.
                              -Am linken Flügel 16. Pz. Div. und rechten Flügel 60. I. D. (mot.) konnte eigener Angriff, der dem
                              Feind hohe Verluste zufügte, alte HKL nicht voll zurückgewinnen. Lage bei Höhe 139,7 noch
                              ungeklärt, wahrscheinlich eigene und feindliche Kräfte auf dieser Höhe. Höhe 1 km nordwestlich
                              139,7 in eigener Hand.

27-12-42                Bei 16. Pz. Div. feindliche Stoßtrupps (etwa 50 Mann) auf 147,6, Spähtrupp bei 1545,1 glatt
                               abgewehrt.

28-12-42                 Bei 16. Pz. Div. starkes Granatwerferfeuer auf dem ganzen Abschnitt. 02.15 Uhr wurde
                                feindlicher Vorstoß in Zugstärke ostw. 422 abgewiesen. Angriff zur Wiedergewinnung von 139,7
                                im Gange.
                               -Bei 16. Pz. Div. blieb der in den frühen Morgenstunden den zur Wiedergewinnung von 139,7
                                geführte Angriff insbesondere wegen der starken feindlichen Pak und des Granatwerferfeuers
                                ohne Erfolg.

30-12-42                 Vor 16. Pz. Div. verstärkter Panjewagen- und Lkw. - Verkehr von 416 in südostw. Richtung,
                                dabei auch 1 Geschütz.

01-01-43                 Im Abschnitt Below wurde Spähtrupp abgewiesen, desgleichen bei 16. Pz. Div. um 19.00 Uhr
                                Vorstoß gegen 422

04-01-43                  Nordostfront: Bei lebhaftem Artilleriefeuer örtlicher Einbruch Gegend 147,6 (16. Pz. Div.)
                                konnte trotz sofortigen Gegenstoßes bisher nicht bereinigt werden. 
                                -Bei 16. Pz. Div. blieb der eigene Gegenstoß zur Bereinigung der etwa 200 m breiten
                                Einbruchstelle hart westl. 147,6 erfolglos.

05-01-43                 Bei 16. Pz. Div. Gegenstoß zur Widergewinnung von 147,6 seit 03.50 Uhr im Gange.       
                                -Bei 16. Pz. Div. konnte Feindeinbruch auf 147,6 auch durch 2. nächtlichen Gegenangriff nicht
                                bereinigt werden.
                                -Bei 16. Pz. Div. blieb der Frühmorgens zur Bereinigung des Einbruchs bei 147,6 geführte
                                Gegenstoß erfolglos. Die Einbruchstelle ist abgeriegelt.

06-01-43                  Bei 16. Pz. Div. eigener Angriff gegen 147,6 noch im Laufen.
                                -Nordfront Gegenangriff gegen 146,7 (16. Pz. Div.) noch im Gange.
                                -10.15 Uhr Beim Eintreffen des O. B. am Gefechtsstand der 16. Pz. Div. In der Strasnaja -
                                Schlucht westlich Orlowka meldet der Kdr., dass auch der zweite Gegenstoß zur
                                Wiedergewinnung von 147,6 gescheitert ist und dass die Division jetzt über keine Mittel verfügt,
                                die Höhe zu nehmen. Eine unmittelbare Bedrohung durch den Verlust dieser Höhe besteht bei dem
                                gegenwärtigen Feindbeild nicht.
                                 -Bei 16. Pz. Div. führte Angriff zur Wiederinbesitznahme der Höhe 147,6 nicht zum Erfolg. Die
                                 etwa 300 - 400 m breite Einbruchsstelle ist abgeriegelt. Ein feindlicher Angriff um 12.30 Uhr
                                 mit etwa 2 Zügen gegen 200 m ostw. Höhe 147,6 wurde abgewiesen.

08-01-43                 Bei 16. Pz. Div. wurden Stoßtruppunternehmen um 05.00 Uhr in Zugstärke gegen 422 und
                                12.30 Uhr mit etwa 50 Mann gegen Balka 1 km südwestl. 139,7 abgewiesen.

10-01-43                 Bei 16. Pz. Div. seit 07.00 Uhr Angriffsbeginn des Feindes nach starker Artillerievorbereitung
                                und unterstützt von 11 Feindpanzern in etwa 3 km Breite (ostvif. 422 - 139,7) mit Schwerpunkt
                                beiderseits Höhe 145,1. Die feindliche Infanterie blieb im gut liegenden eigenen Artilleriefeuer
                                unter hohen Verlusten vor der eigenen HKL liegen. Ein kleiner Einbruch südl. 139,7
                                (4 Stützpunkte). 3 wurden am Nachmittag im Gegenstoß wieder genommen. Von den bei 145,1
                                über die eigene HKL hinweg geprellten Feindpanzern wurden 4 vernichtet, der Rest drehte nach                                    Norden ab. 13.00 Uhr erneuter Angriff des Feindes vor 145,1 und 0,6 und Westhang 147,6.
                                Angriff auf 145,1 und 0,6 durch zusammengefasstes Feuer vor eigene HKL zerschlagen.
                               14.00 Uhr schwächere Feindteile südostw. 422 in eigene HKL eingedrungen. Gegenmaßnahmen
                                eingeleitet.
                               -Bei 16. Pz. Div. wurde etwa 500 m südostw. 422 in Stärke von etwa 50 - 60 Mann
                               eingebrochener Feind durch eigene Panzer geworfen und die HKL wieder bereinigt. Nach
                               Einbruch der Dunkelheit gelang es dem Feind am rechten Flügel des III. / 544 I. R. in etwa 2
                               Löcher einzudringen. Bereinigung erfolgte mit Unterstützung von MTW und Panzern. Die restliche
                               Bereinigung von 139,7 soll in der Nacht erfolgen.

10-01-43                 -Bei 16. Pz. Div., ab 06.00 Uhr laufend Feindangriffe, die sich von Mittag an bei starkem
                               feindlichen Artilleriefeuer verstärkten. Die Angriffe waren bei 0,6 und 139,7 von insgesamt 10
                               Panzern unterstützt. Nachdem bis Mittag alle Angriffe abgewiesen und kleine Einbrüche bereinigt
                               waren, gelang dem Feinde Nachmittag westlich 147,6 ein Einbruch von etwa 500 m Breite und
                               500 m Tiefe. Abriegelung ist erfolgt. Bereinigung mit eigenen Panzern noch im Gange. 13.05 Uhr
                              Angriff gegen linken Flügel der Division, der Feind brach in Btl. Stärke mit 5 Panzern auf rechtem
                              Flügel der Gruppe Dörnemann ein. Breite und Tiefe des Einbruchs sind noch nicht zu übersehen,                                    Gegenmaßnahmen im Gange.


11-01-43                Nordostfront: seit Morgenstunden starke Angriffe gegen Front 16. Pz. Div. mit Panzern und
                               Infanterie. Nach erbittertem Kampf in Nachmittagsstunden Feindeinbrüche hart westlich 147,1,
                               beiderseits Bez. Pkt. 422, nordwestlich 145,1 je etwa 400 m Breite, 300 m Tiefe. Kämpfe halten
                               an. -Bei 16. Pz. Div. gelang nach sehr schweren Kämpfen Feind ein Einbruch in Breite von 700 m
                               südostw. 422. Er besetzte die HKL, weiteres Vordringen wurde abgeriegelt. Etwa 200 - 400 m
                               südlich der bisherigen HKL, eigene Sicherungslinie, durch Panzer und MTW, bei Tage durch
                               Feuer gedeckt. Westlich 141,0 drang Feind nach stärkstem Artilleriefeuer ebenfalls in 700 m
                               Breite in die eigene HKL ein. Ein von Süden mit Panzern und MTW angesetzter Gegenstoß musste
                               infolge starker Abwehr von 141,0 her zurückgenommen werden. Höhe 0,6 in Feindeshand. Um
                               0,6 und westlich wird abgeriegelt. 145,1 befindet sich in eigener Hand. Mehrere stärkere Angriffe
                               gegen die Höhe konnten abgewehrt werden.

12-01-43              -Bei 16. Pz. Div. halten schwerste Feindangriffe gegen ganzen Abschnitt seit den Morgenstunden                                     unvermindert an. Sie wurden bis jetzt unter schwersten Verlusten für den Gegner in erbitterten
                              Kämpfen abgewehrt. Schwerpunkte gegen Westhang 147,6, Höhe 145,1, südlich 0,6. Die
                              Feindangriffe wurden durch Panzer unterstützt. Von 3 über 0,6 nach Süden durchgestoßenen
                              Panzern (Kw I) wurden 2 höchstwahrscheinlich vernichtet.
                              Letzter schwerer Angriff ab 14.30 Uhr westlich 147,6, 145,1 und südlich 139,7 ist im
                              Abwehrfeuer aller Waffen 'liegengeblieben. Starke eigene Verluste.
                              -Bei 16. Pz. Div. wurde die Besatzung des Stützpunktes 145,1 mit Hilfe von SPW verstärkt.

13-01-43               Bei 16. Pz. Div. gelang es dem Feind gegen 22.00 Uhr, einen Stützpunkt südwestlich 422 zu
                              nehmen. Gegenstoß im Gange. Feindeinbruch auf rechtem Flügel III. / I. R. 544 wurde sofort im
                              Gegenstoß bereinigt.
                              -Bei 16. Pz. Div. wurde die Besatzung des Stützpunktes 145,1 mit Hilfe von SPW verstärkt.

15-01-43              Trotz heldenhaften Kampfes 16. Pz. Div. ging Höhe 3 km südostw. Punkt 139, die mehrere Tage
                              von 3 Seiten eingeschlossen war, gegen schwerste Angriffe mit Panzern verloren. Neue
                              Verteidigungslinie südwestlich davon konnte bisher gehalten werden. Wiedernahme der Höhe aus
                              Mun. - und Kräftemangel nicht möglich.

18-01-43             Mehrere Feindeinbrüche bei 16. Pz. Div. machen Zurücknahme Nordfront auf Linie 5 km nördlich                                  Orlowka - Vers. Station - Verlauf des Tatarengrabens nach Nordwesten vor. Feind stößt westlich
                            Gontschara durch Frontlücken nach Nordosten vor.  Abriegelung im Rossoschkatal erfolgt.
                            -Angriffe an Nordostfront zwingen zur Zurücknahme 16. Pz. Div. in vorbereitete Stellung 2,5 km
                            nordostw. 429 beiderseits 143,6. Rechter Flügel

20-01-43            Feindvorstöße an Ostfront (linker Flügel 24. Pz. Div. und 16. Pz. Div.) noch im Gange. Angriffe an
                           Ostfront aus Raum Bol. Rossoschka führten zu einem Einbruch 3 km nordwestlich Gontschara, der
                           3 km westlich Nadeshda notdürftig abgeriegelt werden konnte. Zurücknahme Nordostfront auf Linie                               3 km ostnordostwärts Hp. Sowchose - Hp. Sowchose - 2 km westlich Gontschara eingeleitet. Infolge
                           Betriebsstoffmangel und körperlichen Erschöpfungszustand der Truppe werden nach Meldung der
                           Armee bei Zurücknahme viele Menschen, Waffen und Gerät verloren gehen.
                           H. Gr. Don, Chef

o02.02.1943  :    Kapitulation im Nordteil des Kessels