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Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Armee
10.06.1942
: Div. trat aus den Winterstellungen ostw. Grakowo zum Angriff nach Osten an
o22.06.1942 : Div. nähert sich dem Oskol - Abschnitt und der Stadt Kupjansk
o23.06. – 27.06.1942 :
Kämpfe, um russ. Brückenkopf bei Dwuretschnaja zu beseitigen
o09.07.1942 : Übergang über den Oskol
o03.08.1942 : Inf. der 44. ID verfügte nur noch über 56 % der Gefechtsstärke ( 22 schw.
+ mittl. Pak ) ; die Artillerie über 40 % der Erstausstattung an Munition
o08.08.- 10.08.1942 : Kämpfe um Feindstellung nördl. Surowikino
o17.08.1942 : Div. erreicht Westufer des Don nördl. Kalatsch
o20.08.1942 : Aus der Gegend nördl. Kalatsch erreicht
Div. über Jewlampiejewski vorgehend den Donbogen bei Ssirotinskaja ; Sicherung
des Don und der nach Westen verlaufenden Sehnenstellung
o21.08.1942 : Beginn Angriff auf Stalingrad mit Übergang über den Don beiderseits Wertjatschij; Div. sichert
Don-Front nach Norden
o10.09.1942 : Div.
Verteidigungsstellung Bereich Ssirotinskaja - Chmelewski
oSept. 1942 : Div. Gef. Stand Verlegung vom Wäldchen nördl. Radinow nach Werchnaja - Golubaja
o15.09.1942 : Stellungskämpfe in der
Sehnenstellung im großen Donbogen westlich Sirotinskaja
o15.09.1942 : Stellungskämpfe in der Sehnenstellung im großen Donbogen westlich Sirotinskaja – Höhe 180.9
o22.09.1942 :Bei 44. I. D. wurde
am linken Flügel Aufkl. Abt. 44 als Korpsreserve herausgelöst.
o14.10.1942 : Stellungskämpfe in der Sehnenstellung im großen Donbogen westlich Sirotinskaja
o15.10.1942 : Umbenennung der Inf.-Rgt.
In Gren.-Rgt. Auf Befehl Hitlers
oOkt. 1942 : Div. richtet sich nun endgültig auf Stellungskrieg im Winter ein. Der größte Teil der Pferde jedoch wurde im Okt.
Auf Befehl d. Armee in den „Pferde-Erholungsraum“ in der
Gegend Morosowskaja getrieben , ca. 200 Km Luftlinie von d. Div. entfernt, da
Versorgung fraglich. Beweglichkeit der Batterien mit den schweren Infanteriewaffen
stark gefährdet.
o24.11.1942 : Div. muß nach Einkesselung am 22.11. Don-Brückenkopf nordwestl. Akimowski aufgeben
o28.11.1942 : 44. I. D.: Mehrfache Feindangriffe bei S 123, die jedoch bis auf einen
örtlichen Einbruch von etwa 100 Mann abgewiesen werden konnten. S 127 wurde seit 22.30 Uhr
laufend angegriffen.
o29.11.1942 : Vorderste Linien und erreichte Räume: 44. I. D.: Anschluss an 76. I. D. bei 2 km nordostw. E 423 - entlang
des Weges E 423 - S 145. Anschluss an XIV. Pz. K. bei Höhe 117,6.
o30.11.1942
: In den Morgenstunden griff der Gegner mit Teilen von 2 Divisionen die Front der 44. I. D. mit Schwerpunkt bei
Bezugspunkt S 145 an.
o03.12.1942 : 44. I. D. vor. Erneute
Feindangriffe zwischen westlich Dimitrewka - Marinowka, dort 3 Panzereinbrüche. Lage
hier noch ungeklärt. Südfront Abschnitt Zybenko - Jelchi Angriffe mit Panzern. Hier schwächer als Vortag,
teilweise abgeschlagen, teilweise noch im Gange. Mit weiteren Angriffen an West- und
Südfront wird gerechnet.
o04.12.1942 : Seit 10.00 Uhr Westfront Feindangriff mit Panzern gegen 44. I. D. und rechten Flügel 376. I. D. 41 Panzer
nördlich 115,4 eingebrochen. 25 Panzer im Angriff gegen 126,1. 17 Panzer im
Angriff auf 126,7. 5 Feindpanzer von Südwest bis hart südlich Nish. Alexejewskij
durchgebrochen. Bekämpfung im Gange. - 44. I. D. Einbruch 6 km nordwestlich Baburkin, 3 km
Breite und 2 km Tiefe, nordostwärts Dimitrijewka, 1 km Breite, 2 km Tiefe mit insgesamt
120 zum Teil noch nicht eingesetzten Feindpanzern erfolgt. - Gegen Mittag brach der
Feind mit etwa 20 Panzern und Infanterie am linken Flügel der 44. I. D. durch und stieß bis
zum Bezugspunkt 154, mit Panzern 2 km südostw. 154 in die eigenen Artilleriestellungen vor. Die gegen
den eingebrochenen Feind eingesetzte Panzerabteilung Warmbold des Panterregiments 2 kämpfte
mit schwachen infanteristischen Teilen der 44. I. D. den Raum zwischen Westausläufern der
Balka Perejesdnaja - Höhe 126,7 bis zum Einbruch der Dunkelheit feindfrei und hielt
dort. - Westfront: Einbruchsstellen bei 44. I. D. zwischen 115,4 - 124,5 und 2 km
westnordwestlich Kasatschihügel zum Teil abgeriegelt, zum Teil Lage noch
ungeklärt.
o05.12.1942 : - Gegner griff in den Nachmittagsstunden bei 44. I. D. stehen gebliebenen Flügel des Gren. Rgt. 134 von Höhe
124,5 mit mindestens 2 Bataillonen und Panzern an. - Bei 44. I. D. konnte wegen Einbruch
der Dunkelheit das Höhengelände 124,5 gegen starken Feindwiderstand nicht mehr genommen
werden.
o06.12.1942 : -44. I. D.: Stärkeres Störungsfeuer der feindlichen Artillerie und Granatwerfer. Bei 124,5 wurden
Kettenfahrzeuge gehört. Bei 126,1 schob sich der Gegner dicht mit Panzern an die HKL
heran. Hier wird ein feindlicher Angriff erwartet. 44. I. D.: Gegen 05.30 Uhr trat
die Gruppe Lattmann und teile der 44. I. D, zum Gegenangriff zur Gewinnung der Höhe
124,4 und Schließung der Lücke an. In wechselvollen, sehr harten Kämpfen wurde die
Höhe mit Unterstützung von Panzern, trotz mehrfachen, starken, von zahlreichen Panzern und
zusammengefasstem Artillerie- und Granatwerferfeuer unterstützten feindlichen
Gegenstößen, vorübergehend genommen. Sie wechselte während des Tages mehrfach den
Besitzer.
o20.12.1942 : Bei 44. I. D. sickerte der Feind während der Nacht auf dem rechten Flügel etwa in 300 m Breite in die HKL
ein. Er versuchte, die HKL nach beiden Seiten aufzurollen. Dies wurde verhindert, die
Einbruchstelle abgeriegelt. Ein Gegenstoß ist wegen Mangel an Kräften nicht möglich.
Bereinigung des feindlichen Einbruchs südwestlich Kasatschijhügel ist im Wesentlichen
durchgeführt. Am Kasatschijhügel ist es dem Feind erneut gelungen, unter Einsatz von
Panzern stellenweise in die schwach besetzte HKL einzudringen.
o21.12.1942 : Feindliche Stoßtrupptätigkeit im Abschnitt der 44. I. D. südlich 124,5 wurden
abgewiesen. -Bei 44. I. D. wurden umfangreiche Schanzarbeiten des Feindes bei 124,5
bekämpft. Starkes Motorengeräusch ist hörbar. Südwestl. 124,5 wurde gegen Mittag
erneut 1 feindlicher Stoßtrupp abgewiesen.
o27.12.1942 : 44. I. D. meldet vermehrte feindliche Bewegungen nördlich 124,5 und bei Bez. Pkt. 154.
o28.12.1942 : Bei 44. I. D. rege feindliche Spähtrupptätigkeit gegen
die Mitte des Abschnittes. Vorstoß eines Stoßtrupps südwestlich 124,5 wurde
abgewiesen.
o29.12.1942 : Bei 44. I. D. wurden am Vormittag 2 feindliche Bereitstellungen vor dem rechten Flügel der Division und
südwestlich 124,5 mit Erfolg bekämpft. Die Einbruchsstelle von etwa 60 m Breite
südwestlich 124,5 unverändert. Lage am linken Flügel der Division im Wesentlichen
wiederhergestellt, 3 Stützpunkte sind noch in der Hand des Feindes.
o30.12.1942 :
Bei 44. I. D. begann um 22.15 Uhr am linken Flügel der Gegenstoß zur Wiedergewinnung der HKL. Diese
wurde auch erreicht, musste jedoch um 01.50 Uhr vor starkem Feinddruck wieder aufgegeben
werden. Der linke Flügel der Division hat jetzt erneut die Riegelstellung beim
Nordwestausläufer Berejestnaja - Schlucht besetzt. -Feindangriff gegen 44. und 376. I. D.
im Allgemeinen abgewehrt. Einbrüche bestehen noch in etwa 700 m Breite bei Kasatschihügel,
in geringerem Ausmaße beiderseits 158 und in 1 km Breite und 100 m Tiefe ostwärts 137,1.
Am ganzen Tage bei 44. I. D. und 376. I. D. starkes feindliches Artillerie- und
Granatwerferfeuer.
o31.12.1942 : -Bei 44. I. D. wurde vor rechtem Flügel feindliche Ansammlung um 01.00 Uhr durch Artillerie bekämpft. Die
Einbruchsstelle südwestl. 124,5 wurde um 01.30 Uhr bei Gren. Rgt. 132 bereinigt. Die alte
HKL ist wieder in eigener Hand. -Westfront
bei 44. I. D. Einbruchsstelle 124,5 alte HKL wieder gewonnen. Feindbereitstellungen durch
Artillerie bekämpft. Morgengrauen erneuter Feindangriff Kasatsch - Platonoff - Illarionowskij, Verbleib
unbekannt.
o24.12. – 31.12.1942 : Westfront Abschn 44. ID
standen weiter im Brennpunkt der pausenlosen sowjet. Angriffe
o03.01.1943 : Bei 44. I. D. wurde am rechten Flügel 1 feindlicher Stoßtrupp abgewiesen. Nordostw. 124,5 gelang es dem
Gegner um Mitternacht, mit etwa 100 Mann in die HKL
einzubrechen. -Bei 44. I. D. griff der Gegner bei 126,1 nach einstündiger Art.
Vorbereitung aller Kaliber in Stärke von etwa 2 Btl. mit Unterstützung von 9 Panzern
an. -Bei 44. I. D. gelang es dem Feind kurz nach Einbruch der Dunkelheit südwestl.
115,4 mit schwachen Kräften in die HKL einzubrechen. Er wurde im Gegenstoß wieder
heraus geworfen. Bei 126,1 drang Feind in 2 Stützpunkte ein, deren Besatzung
verwundet war. Bereinigung im Gange.
o04.01.1943 : Bei 44. I. D. wurde im rechtem Flügel beobachtet, dass der Feind Minen verlegt. Südwestl. 115,4 wiederholte
der Feind während der Nacht mehrfach erfolglos seine Angriffe, bis es ihm nach Mitternacht
gelang, einige Löcher in der HKL zu besetzen. Gegenstoß ist im Gange. Die
Sehnenstellung zur Abriegelung des feindl. Einbruchs nordostw. 124,5 wurde besetzt.
2 Gegenstöße zur Bereinigung des feindlichen Einbruchs südwestl. 126,1 blieben
erfolglos. Die Breite der Einbruchstelle beträgt 80 - 100 m.
o05.01.1943 : Der bei 44. I. D. südwestl. Pkt. 115,4 in den Morgenstunden erfolgte feindliche Angriff wurde abgewiesen.
Die HKL ist dort wieder in eigener Hand. Südwestlich 124,5 wurde gegen Mittag ein
feindlicher Stoßtrupp durch Art. Feuer zersprengt. Am Kasatschi - Hügel rege feindl.
Schanztätigkeit. Teile I. / Gren. Rgt. 260 vom XIV. Pz. K. eingetroffen und
vorübergehend nach Mal. Rossoschka verlegt. -Westfront Angriff gegen Mitte 44. I. D.
nach vorübergehendem Einbruch zurückgeschlagen. Bereinigung bestehender Lücke bei
126,1 und an Nordostfront bei 147,6 Nacht 05. / 06.01. vorgesehen.
o06.01.1943 : Bei 44. I. D. griff der Feind um 01.35 Uhr mit etwa 100 Mann bei 115,4 an. Er wurde durch Art. - Feuer
zersprengt. Ein zweiter Angriff um 02.30 Uhr mit etwa 50 Mann an gleicher Stelle
wurde im Nahkampf abgewiesen. Zu gleicher Zeit gelang es jedoch dem Feind, mit etwa
50 Mann am rechten Flügel des I. / Gren. Rgt . 131 in die HKL einzudringen. Er wird durch Feuer
bekämpft, Gegenstoß ist im Gange. In der Einbruchstelle südwestl. 115,4 hat sich der
Gegner verstärkt. Versuche, die Einbruchstelle zu erweitern, wurden abgewiesen.
o07.01.1943 : Bei 44. I. D. griff der Feind um 05.00 Uhr in Rgt. - Stärke mit Unterstützung von Panzern beiderseits der Höhe
115,4 an und brach in die HKL ein. Er stieß mit Teile bis in die Höhe der Btl.
Gefechtsstände durch. Er wurde mit zusammengefasstem Feuer aller Waffen bekämpft und
zog sich daraufhin in die Stellungen der HKL zurück. Die Breite des Einbruchs
beträgt 1,5 km. Die Einbruchsstelle wurde auf de Flügeln abgeriegelt. Bei 124,5
wurden vereinzelte feindl. Stoßtrupps unter -44. I. D.: Der Gegenangriff gegen den
Einbruch bei 115,4 wurde planmäßig durchgeführt.
o08.01.1943 :
44. I. D.: die Einbruchslücke bei 115,4 wurde durch gestrigen Gegenangriff geschlossen. Die HKL wieder in
eigener Hand. Feindlicher Stoßtrupp gegen rechten Abschnitt, lebhaftes
Feindverhalten, starker mot. Verkehr, auch bei 124,5 und Kasatschi -
Hügel.
o09.01.1943 : 44. I. D.: In Gegend nordostw. 124,5 und nördl. 126,1 wurden feindliche Ansammlungen durch Art. Feuer
zersprengt. Auf gesamten Div. Abschnitt lag feindliches Störungsfeuer, besonders auf
dem Abschnitt des I. / Gren. Rgt. 134.
o10.01.1943 :
Stellungen zwischen Barburkin – Rossoschka -Angriff gegen Mitte 44. I. D. 1,5 km nordstw. Bez. Pkt. 145
bisher abgeschlagen. Südl. Bez. Pkt. 145 mit 15 Panzern durchgebrochen 1 km
nordostw. 154 mit Infanterie und bei 154 mit Panzern durchgebrochen. Eigener
Riegel 113,8. 122,8. Gegenmaßnahmen unter Einsatz Armeereserve I. / 15 im
Gange. Bei 158 mit 12 Panzern und Infanterie durchgebrochen. Hart nordwestl.
Bez. Pkt. 160
abgeriegelt. -Angriff gegen Mitte 44. I. D., 1,5 km nordostw. Bezugspunkt 145
bisher abgeschlagen. Nördl. Bezugspunkt 145 mit 15 Panzern durchgebrochen. 1
km nordostw. 154, mit Infanterie bei 154 mit Panzern durchgebrochen. Eigener
Riegel 113,8 - 122,8. Gegenmaßnahmen unter Einsatz Armeereserve I. / 15 im Gange. Bei 158 mit
12 Panzern und Infanterie durchgebrochen. Hart nordwestl. Bez. Pkt. 160
abgeriegelt. -Starke russische Massenangriffe gegen Westfront
dauern an. 44. I. D. an mehreren Stellen durchbrochen. Russe nähert sich
Rossoschkatal. Alle Armeereserven hier gegen eingesetzt. Mun. - Reserven und Betriebsstoff zu
Ende. Ist Luftwaffen - Kampfeinsatz dort
möglich? -Abt. - I a14.50
Uhr Funkspruch an Heeresgruppe
Don Westfront Feindeinbruch linker Flügel 76. I. D., ganze Breite 44. I.
D., rechter Flügel 29. I. D. (mot.) (Bez. Pkt. 423 - 154 einschl.) mit
Stoßteil Golajatal bis vor Baburkin. Dort Kampf. Eigene Teile halten noch
Swch. Nr. 1 - 2. Stellung 2,5 km nordwestl. Rossoschkatal zwischen
Gratschew - Golajatal - 113,6 - 58,5 (1,5 km nördlich Bz. Pkt.
438). Lage nordwestl. 438 und nordostw. Dimitrewka noch ungeklärt. 3.
Stellung Rossoschkatal zwischen Sapadnowka und Baburkin im Aufbau.
-
76. I. D.: nach starker Art.- und Do - Gerät - Feuervorbereitung griff der Feind ab 06.10 Uhr in Btl. - Stärke
den linken Flügel der Division an. Der Angriff wurde durch eigene
Artillerie zersprengt. Um 07.00 Uhr setzte der Gegner nach einstündiger,
äußerst heftiger, trommelfeuerartiger Artillerievorbereitung, die sich
bis in das Rossoschkatal ausdehnte, zum Angriff gegen den linken Flügel der 76. I. D. und gegen die
ganze Front der 44. I. D.
an. Der Angriff wurde auf breiter Front, unter stärkstem
Infanterieeinsatz und mit starker Panzerunterstützung (mindestens 40
Panzer) geführt und laufend durch weiteres heftiges Artillerie-, Granatwerfer- und
Stalinorgelfeuer unterstützt. Die Besatzung erhielt durch das
Vorbereitungsfeuer äußerst schwere Verluste. Sie setzte trotzdem dem
feindlichen Angriff zähesten Widerstand entgegen und ermöglichte dadurch trotz
mehrfacher Überlegenheit des Gegners das halten einzelner
Stützpunkte. Nachdem allein im Raum der Swch. Nr. 1 etwa 20 feindliche
Panzer abgeschossen waren, lies am Nachmittag die Angriffskraft der
feindlichen Infanterie nach. Der Hauptdruck des Feindes lag auf der Landbrücke zwischen
Swch. - Golajaschlucht und in der Golajaschlucht selbst, mit dem Ziel,
in das Rossoschkatal durchzustoßen. Zurzeit wird stützpunktartig
gehalten: Alte HKL bis 2 km nordostw. Bez. Pkt. 423 - Nordwestausläufer
Sapadnowkaschlucht - Swch. Nr. 1 - Gratschewschlucht (südlich Swch.) - Ostteil des Höhenrückens
zwischen Gratschewschlucht und Golajaschlucht - dann eine Lücke bis 500 m
nordwestl. Nordausgang Baburkin - Südosthang Höhe 113,6 -
Perejesdnajaschlucht südsüdostw. 113,6 - dann eine Lücke bis zum rechten Flügel
29. I. D.
(mot.). -Die Verluste der zurzeit in einzelnen Kampfgruppen kämpfenden
44. I. D. sind außerordentlich hoch, genaue Zahlen, auch über Ausfälle
von Waffen und Panzern, liegen noch nicht vor.
-AOK. 6 - I
a Durchgegeben: Obergefr. Ulrich Aufgenommen: Gefr. Buchmann 18.00
Uhr Armee - Oberkommando 6A. H. Qu.,
10.01.1943 Abt. - I a19.00
Uhr Funkspruch an Heeresgruppe
Don
Tagesmeldung 10.01. nach mehrstündigem, heftigen Trommelfeuer aller Kaliber,
darunter 100 Stalinorgeln, trat Russe mit 9 - 10 Divisionen, 90 - 100 Panzern
gegen Westfron 3 - 4 Divisionen, 40 Panzern Südfront, 2 - 3 Divisionen und 20
Panzern Nordostfront zum Angriff an. Angriff konnte von eigener Artillerie aus
Munitionsmangel nicht beantwortet werden. Erforderliche Verschiebung eigener
Panzer und Sturmgeschütze hinter bedrohte Fronten aus Betriebsstoffmangel nick
voll möglich. Russen gelang Durchbruch durch Front 44. I. D., der hart westlich
Rossoschka durch örtliche Reserven
aufgefangen. Vordere Linie: 1 km nordostw. 423 - 1 km ostw. 423 - Nr. 1 - 87,1
- Gratschewaschlucht bis 1,5 km westl. 70,4 - 2 km nordnordostw. Baburkin - 1
breite Lücke - 800 m ostw. 113,6 - 1 km südl. 113,6 - Gorojesdnajaschlucht bis
1,6 km südostw. 126,1 - 2 km breite Lücke bis 1,5 km nordwestl. 103,1 - hart
nördlich Dimitrowka - Nordwestspitze Poltawskijschlucht - alte HKL. Südfront: Angriff gegen Zybenko
abgewehrt. 2 km ostw. Zybenko Einbruch mit Panzern und Infanterie abgeriegelt.
Nordwestl. Jagodniki tiefer Einbruch in HKL durch die Russe im Laufe des Tages
weitere Kräfte nachschiebt. Abriegelung an beiden Stellen in rückw.
Gelände eingeleitet. Bereinigung 11.01. vorgesehen. Nordwestl. Bekatowka 2 örtliche Einbrüche je
400 m Breite
abgeriegelt. Stalingrad: Stärkere Feindstoßtrupps, örtliche Einbrüche bei 100.
Jg. Div. und 30 I. D. Gegenangriff im Gange. Nordostfront Abwehrerfolg.
Angriffe unter starken Feindverlusten abgewehrt. Eingebrochene Panzer verjagt
oder vernichtet.
o11.01.1943 : 44. I. D.: Der Feind hat in der Nacht nichts unternommen. Heranschieben neuer Kräfte ist gemeldet. Es wird mit
weiteren Angriffen mit Schwerpunkt gegen Sowchose und Baburkin
gerechnet. Die Verluste der 44. I. D. sind besonders schwer. Von den Bataillonen der
Div. sind meist nur noch Stäbe und schwache weitere Teile
vorhanden. - Vom linken Flügel der Div. (1 km nordwestlich 58,5) zum linken Nachbarn
besteht eine etwa 2 km breite Lücke, für deren Schließung keine Kräfte verfügbar
sind. Stützpunktartig wird folgende HKL gehalten: Alte HKL bis 2 km ostw. Bez. Pkt.
423 - Sowchose Nr. 1 - Kurgan (2 km ostw. 113,6) - Lücke bis 1 km südl. davon -
Nordschlucht der B. Perejesdnaja - 1 km nordwestl. 58,5. -Gegenangriff letzter Reserven warf Feind vor 44. I.
D . bis Linie Sowchose Nr. 1 - Baburkin zurück. 1 km breite Lücke nördlich Baburkin noch nicht
geschlossen. Weitere 2 km breite Lücke linker Flügel VIII. A. K. (2 km westlich
Baburkin) - rechter Flügel XIV. Pz. K . (Schlucht hart nördlich 103,1). Höhe 1,5 Feindeinbruch.
Südlich davon abgeriegelt. 103,1 feindbesetzt. Hier Gegenangriff im Gange. Um
Dimitrewka Kampf im Gange.
o12.01.1943 : 44. I. D.: Feindliche Angriffe richteten sich mit Schwerpunkt gegen Baburkin. Sie wurden von Höhe
113,6 besonders auf der Perejesdnaja - Schlucht und südlich davon geführt. Das in die Lücke
zum XIV. Pz. K. eingesetzte Pi. Btl. musste vorübergehend zurückgenommen werden, erreichte
aber in einem von Panzern unterstützten Gegenstoß die alte Stellung
wieder.
o18.01.1943 : Rechter Flügel 44. I. D. zurückgebogen, Front nach Nordwesten beiderseits Rossoschkatal, 3 km
nordwestlich 433. Eigene, dahinterstehende Panzer und Sturmgeschütze unbeweglich und ohne
Munition.
o19.01.1943 : Rückverlegung ostw. Gontschara
o21.01.1943 : 44 I. D. anscheinend aufgerieben. Höhe 134,3 vorübergehend verloren, im Gegenstoß wiedergenommen.
Westlich 151,7 - Pestschanaja - Schlucht und südlich 515 weitere Feindverstärkungen.
Angriff stärkster Kräfte steht hier bevor. Weitere Feindverstärkungen vor
Südwestfront lassen Angriffe stärkster Feindkräfte erwarten.
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