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44.  I n f a n t e r i e  -  D i v i s i o n

 ab Okt. Stalingrad
 Jan.. 43 vernichtet - GenLt Deboi 
  in russischer Kriegsgefangenschaft

 Divisionsgeschichte der 44. ID

               Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Armee

10.06.1942 :  Div. trat aus den Winterstellungen ostw. Grakowo zum Angriff nach Osten an

o22.06.1942 :  Div. nähert sich dem Oskol - Abschnitt und der Stadt Kupjansk 

o23.06. – 27.06.1942 :  Kämpfe, um russ. Brückenkopf bei Dwuretschnaja zu beseitigen

o09.07.1942 :   Übergang über den Oskol 

o03.08.1942 :  Inf. der 44. ID verfügte nur noch über 56 % der Gefechtsstärke ( 22 schw. + mittl. Pak ) ;
                        die Artillerie über 40 % der Erstausstattung an Munition 
 
o08.08.- 10.08.1942 :  Kämpfe um Feindstellung nördl. Surowikino

o17.08.1942 :  Div. erreicht Westufer des Don nördl. Kalatsch

o20.08.1942 :  Aus der Gegend nördl. Kalatsch erreicht Div. über Jewlampiejewski  vorgehend den Donbogen bei
                        Ssirotinskaja ; Sicherung des Don und der nach Westen verlaufenden Sehnenstellung

 o21.08.1942 :  Beginn Angriff auf Stalingrad mit Übergang über den Don beiderseits Wertjatschij; Div. sichert 
                         Don-Front nach Norden   

o10.09.1942 :  Div. Verteidigungsstellung Bereich Ssirotinskaja - Chmelewski 

oSept. 1942 :  Div. Gef. Stand Verlegung vom Wäldchen nördl. Radinow nach Werchnaja - Golubaja

o15.09.1942  : Stellungskämpfe in der Sehnenstellung im großen Donbogen westlich Sirotinskaja

o15.09.1942  : Stellungskämpfe in der Sehnenstellung im großen Donbogen westlich Sirotinskaja – Höhe 180.9

o22.09.1942  :Bei 44. I. D. wurde am linken Flügel Aufkl. Abt. 44 als Korpsreserve herausgelöst.

o14.10.1942  : Stellungskämpfe in der Sehnenstellung im großen  Donbogen westlich Sirotinskaja

o15.10.1942  : Umbenennung der Inf.-Rgt. In Gren.-Rgt. Auf Befehl Hitlers

oOkt. 1942 :    Div. richtet sich nun endgültig auf Stellungskrieg im Winter ein. Der größte Teil der Pferde jedoch wurde im Okt.
                        Auf   Befehl d. Armee in den „Pferde-Erholungsraum“  in der Gegend Morosowskaja getrieben , ca. 200 Km
                        Luftlinie von d. Div. entfernt, da Versorgung fraglich. Beweglichkeit der Batterien mit den schweren
                        Infanteriewaffen stark gefährdet.

o24.11.1942 :  Div. muß nach Einkesselung am 22.11. Don-Brückenkopf  nordwestl. Akimowski aufgeben

o28.11.1942 : 44. I. D.: Mehrfache Feindangriffe bei S 123, die jedoch bis auf einen örtlichen Einbruch von etwa 100 Mann
                       abgewiesen werden konnten. S 127 wurde seit 22.30 Uhr laufend angegriffen.

o29.11.1942 :  Vorderste Linien und erreichte Räume: 44. I. D.: Anschluss an 76. I. D. bei 2 km nordostw. E 423 - entlang des
                        Weges E 423 - S 145. Anschluss an XIV. Pz. K. bei Höhe 117,6.

o30.11.1942 :  In den Morgenstunden griff der Gegner mit Teilen von 2 Divisionen die Front der 44. I. D. mit Schwerpunkt bei
                        Bezugspunkt S 145 an.

o03.12.1942 :  44. I. D. vor. Erneute Feindangriffe zwischen westlich Dimitrewka - Marinowka, dort 3 Panzereinbrüche. Lage
                        hier noch ungeklärt. Südfront Abschnitt Zybenko - Jelchi Angriffe mit Panzern. Hier schwächer als Vortag,
                        teilweise abgeschlagen, teilweise noch im Gange. Mit weiteren Angriffen an West- und Südfront wird gerechnet.

o04.12.1942 :  Seit 10.00 Uhr Westfront Feindangriff mit Panzern gegen 44. I. D. und rechten Flügel 376. I. D. 41 Panzer
                        nördlich 115,4 eingebrochen. 25 Panzer im Angriff gegen 126,1.  17 Panzer im Angriff auf 126,7. 5 Feindpanzer
                       von Südwest bis hart südlich Nish. Alexejewskij durchgebrochen. Bekämpfung im Gange.
                       - 44. I. D. Einbruch 6 km nordwestlich Baburkin, 3 km Breite und 2 km Tiefe, nordostwärts Dimitrijewka, 1 km
                       Breite, 2 km Tiefe mit insgesamt 120 zum Teil noch nicht eingesetzten Feindpanzern erfolgt. 
                       - Gegen Mittag brach der Feind mit etwa 20 Panzern und Infanterie am linken Flügel der 44. I. D. durch und stieß
                       bis zum Bezugspunkt 154, mit Panzern 2 km südostw. 154 in die eigenen Artilleriestellungen vor. Die gegen den
                       eingebrochenen Feind eingesetzte Panzerabteilung Warmbold des Panterregiments 2 kämpfte mit schwachen
                       infanteristischen Teilen der 44. I. D. den Raum zwischen Westausläufern der Balka Perejesdnaja - Höhe 126,7 bis
                       zum Einbruch der Dunkelheit feindfrei und hielt dort.
                       - Westfront: Einbruchsstellen bei 44. I. D. zwischen 115,4 - 124,5 und 2 km westnordwestlich Kasatschihügel
                       zum Teil abgeriegelt, zum Teil Lage noch ungeklärt.

o05.12.1942 : - Gegner griff in den Nachmittagsstunden bei 44. I. D. stehen gebliebenen Flügel des Gren. Rgt. 134 von Höhe  
                       124,5 mit mindestens 2 Bataillonen und Panzern an. - Bei 44. I. D. konnte wegen Einbruch der Dunkelheit das
                       Höhengelände 124,5 gegen starken Feindwiderstand nicht mehr genommen werden.

o06.12.1942 :  -44. I. D.: Stärkeres Störungsfeuer der feindlichen Artillerie und Granatwerfer. Bei 124,5 wurden Kettenfahrzeuge
                        gehört. Bei 126,1 schob sich der Gegner dicht mit Panzern an die HKL heran. Hier wird ein feindlicher Angriff
                        erwartet. 44. I. D.: Gegen 05.30 Uhr trat die Gruppe Lattmann und teile der 44. I. D, zum Gegenangriff zur
                        Gewinnung der Höhe 124,4 und Schließung der Lücke an. In wechselvollen, sehr harten Kämpfen wurde die
                        Höhe mit Unterstützung von Panzern, trotz mehrfachen, starken, von zahlreichen Panzern und zusammengefasstem
                        Artillerie- und Granatwerferfeuer unterstützten feindlichen Gegenstößen, vorübergehend genommen. Sie wechselte
                        während des Tages mehrfach den Besitzer.

o20.12.1942 : Bei 44. I. D. sickerte der Feind während der Nacht auf dem rechten Flügel etwa in 300 m Breite in die HKL ein.
                       Er versuchte, die HKL nach beiden Seiten aufzurollen. Dies wurde verhindert, die Einbruchstelle abgeriegelt. Ein
                       Gegenstoß ist wegen Mangel an Kräften nicht möglich. Bereinigung des feindlichen Einbruchs südwestlich
                       Kasatschijhügel ist im Wesentlichen durchgeführt.  Am Kasatschijhügel ist es dem Feind erneut gelungen, unter
                       Einsatz von Panzern stellenweise in die schwach besetzte HKL einzudringen.

o21.12.1942 : Feindliche Stoßtrupptätigkeit im Abschnitt der 44. I. D. südlich 124,5 wurden abgewiesen.
                       -Bei 44. I. D. wurden umfangreiche Schanzarbeiten des Feindes bei 124,5 bekämpft. Starkes Motorengeräusch
                        ist hörbar. Südwestl. 124,5 wurde gegen Mittag erneut 1 feindlicher Stoßtrupp abgewiesen.

o27.12.1942 : 44. I. D. meldet vermehrte feindliche Bewegungen nördlich 124,5 und bei Bez. Pkt. 154.

o28.12.1942 : Bei 44. I. D. rege feindliche Spähtrupptätigkeit gegen die Mitte des Abschnittes. Vorstoß eines Stoßtrupps
                       südwestlich 124,5 wurde abgewiesen.

o29.12.1942 : Bei 44. I. D. wurden am Vormittag 2 feindliche Bereitstellungen vor dem rechten Flügel der Division und
                       südwestlich 124,5 mit Erfolg bekämpft. Die Einbruchsstelle von etwa 60 m Breite südwestlich 124,5 unverändert.
                       Lage am linken Flügel der Division im Wesentlichen wiederhergestellt, 3 Stützpunkte sind noch in der Hand des
                       Feindes.

o30.12.1942 : Bei 44. I. D. begann um 22.15 Uhr am linken Flügel der Gegenstoß zur Wiedergewinnung der HKL. Diese wurde
                       auch erreicht, musste jedoch um 01.50 Uhr vor starkem Feinddruck wieder aufgegeben werden. Der linke Flügel
                       der Division hat jetzt erneut die Riegelstellung beim Nordwestausläufer Berejestnaja - Schlucht besetzt.
                       -Feindangriff gegen 44. und 376. I. D. im Allgemeinen abgewehrt. Einbrüche bestehen noch in etwa 700 m Breite
                       bei Kasatschihügel, in geringerem Ausmaße beiderseits 158 und in 1 km Breite und 100 m Tiefe ostwärts 137,1.                           Am ganzen Tage bei 44. I. D. und 376. I. D. starkes feindliches Artillerie- und Granatwerferfeuer.

o31.12.1942 : -Bei 44. I. D. wurde vor rechtem Flügel feindliche Ansammlung um 01.00 Uhr durch Artillerie bekämpft. Die
                       Einbruchsstelle südwestl. 124,5 wurde um 01.30 Uhr bei Gren. Rgt. 132 bereinigt. Die alte HKL ist wieder in        
                       eigener Hand. -Westfront bei 44. I. D. Einbruchsstelle 124,5 alte HKL wieder gewonnen. Feindbereitstellungen
                       durch Artillerie bekämpft. Morgengrauen erneuter Feindangriff Kasatsch - Platonoff - Illarionowskij, Verbleib
                       unbekannt.

o24.12. – 31.12.1942  :   Westfront Abschn 44. ID standen weiter im Brennpunkt der  pausenlosen sowjet. Angriffe

o03.01.1943 :  Bei 44. I. D. wurde am rechten Flügel 1 feindlicher Stoßtrupp abgewiesen. Nordostw. 124,5 gelang es dem
                        Gegner um Mitternacht, mit etwa 100 Mann in die HKL einzubrechen.
                        -Bei 44. I. D. griff der Gegner bei 126,1 nach einstündiger Art. Vorbereitung aller Kaliber in Stärke von etwa 2
                        Btl. mit Unterstützung von 9 Panzern an.
                        -Bei 44. I. D. gelang es dem Feind kurz nach Einbruch der Dunkelheit südwestl. 115,4 mit schwachen Kräften in
                        die HKL einzubrechen. Er wurde im Gegenstoß wieder heraus geworfen. Bei 126,1 drang Feind in 2 Stützpunkte
                         ein, deren Besatzung verwundet war. Bereinigung im Gange.

o04.01.1943 :  Bei 44. I. D. wurde im rechtem Flügel beobachtet, dass der Feind Minen verlegt. Südwestl. 115,4 wiederholte
                       der Feind während der Nacht mehrfach erfolglos seine Angriffe, bis es ihm nach Mitternacht gelang, einige Löcher
                        in der HKL zu besetzen. Gegenstoß ist im Gange. Die Sehnenstellung zur Abriegelung des feindl. Einbruchs
                        nordostw. 124,5 wurde besetzt. 2 Gegenstöße zur Bereinigung des feindlichen Einbruchs südwestl. 126,1 blieben
                        erfolglos. Die Breite der Einbruchstelle beträgt 80 - 100 m.

o05.01.1943 :  Der bei 44. I. D. südwestl. Pkt. 115,4 in den Morgenstunden erfolgte feindliche Angriff wurde abgewiesen. Die
                        HKL ist dort wieder in eigener Hand. Südwestlich 124,5 wurde gegen Mittag ein feindlicher Stoßtrupp durch Art.
                        Feuer zersprengt. Am Kasatschi - Hügel rege feindl. Schanztätigkeit.
                        Teile I. / Gren. Rgt. 260 vom XIV. Pz. K. eingetroffen und vorübergehend nach Mal. Rossoschka verlegt.
                        -Westfront Angriff gegen Mitte 44. I. D. nach vorübergehendem Einbruch zurückgeschlagen. Bereinigung
                        bestehender Lücke bei 126,1 und an Nordostfront bei 147,6 Nacht 05. / 06.01. vorgesehen.

o06.01.1943 :  Bei 44. I. D. griff der Feind um 01.35 Uhr mit etwa 100 Mann bei 115,4 an. Er wurde durch Art. - Feuer
                        zersprengt. Ein zweiter Angriff um 02.30 Uhr mit etwa 50 Mann an gleicher Stelle wurde im Nahkampf
                        abgewiesen. Zu gleicher Zeit gelang es jedoch dem Feind, mit etwa 50 Mann am rechten Flügel des I. / Gren. Rgt
                      . 131 in die HKL einzudringen. Er wird durch Feuer bekämpft, Gegenstoß ist im Gange. In der Einbruchstelle
                        südwestl. 115,4 hat sich der Gegner verstärkt. Versuche, die Einbruchstelle zu erweitern, wurden abgewiesen.


o07.01.1943 :  Bei 44. I. D. griff der Feind um 05.00 Uhr in Rgt. - Stärke mit Unterstützung von Panzern beiderseits der Höhe
                        115,4 an und brach in die HKL ein. Er stieß mit Teile bis in die Höhe der Btl. Gefechtsstände durch. Er wurde mit
                        zusammengefasstem Feuer aller Waffen bekämpft und zog sich daraufhin in die Stellungen der HKL zurück. Die
                        Breite des Einbruchs beträgt 1,5 km. Die Einbruchsstelle wurde auf de Flügeln abgeriegelt. Bei 124,5 wurden
                        vereinzelte feindl. Stoßtrupps unter -44. I. D.: Der Gegenangriff gegen den Einbruch bei 115,4 wurde planmäßig
                        durchgeführt.

o08.01.1943 :   44. I. D.: die Einbruchslücke bei 115,4 wurde durch gestrigen Gegenangriff geschlossen. Die HKL wieder in
                         eigener Hand. Feindlicher Stoßtrupp gegen rechten Abschnitt, lebhaftes Feindverhalten, starker mot. Verkehr,
                         auch bei 124,5 und Kasatschi - Hügel.

o09.01.1943 :  44. I. D.: In Gegend nordostw. 124,5 und nördl. 126,1 wurden feindliche Ansammlungen durch Art. Feuer
                        zersprengt. Auf gesamten Div. Abschnitt lag feindliches Störungsfeuer, besonders auf dem Abschnitt des I. /
                        Gren. Rgt. 134.
 

o10.01.1943 :   Stellungen zwischen Barburkin – Rossoschka -Angriff gegen Mitte 44. I. D. 1,5 km nordstw. Bez. Pkt. 145
                         bisher abgeschlagen. Südl. Bez. Pkt. 145 mit 15 Panzern durchgebrochen 1 km nordostw. 154 mit Infanterie und
                         bei 154 mit Panzern durchgebrochen. Eigener Riegel 113,8. 122,8. Gegenmaßnahmen unter Einsatz
                         Armeereserve I. / 15 im Gange. Bei 158 mit 12 Panzern und Infanterie durchgebrochen. Hart nordwestl. Bez.
                          Pkt. 160 abgeriegelt.
                         -Angriff gegen Mitte 44. I. D., 1,5 km nordostw. Bezugspunkt 145 bisher abgeschlagen. Nördl. Bezugspunkt
                         145 mit 15 Panzern durchgebrochen. 1 km nordostw. 154, mit Infanterie bei 154 mit Panzern durchgebrochen.
                         Eigener Riegel 113,8 - 122,8. Gegenmaßnahmen unter Einsatz Armeereserve I. / 15 im Gange. Bei 158 mit 12
                          Panzern und Infanterie durchgebrochen. Hart nordwestl. Bez. Pkt. 160 abgeriegelt.  
                         -Starke russische Massenangriffe gegen Westfront dauern an. 44. I. D. an mehreren Stellen durchbrochen. Russe
                          nähert sich Rossoschkatal. Alle Armeereserven hier gegen eingesetzt. Mun. - Reserven und Betriebsstoff zu
                          Ende. Ist Luftwaffen - Kampfeinsatz dort möglich?
                          -Abt. - I a14.50 Uhr
                          Funkspruch an Heeresgruppe Don
                          Westfront Feindeinbruch linker Flügel 76. I. D., ganze Breite 44. I. D., rechter Flügel 29. I. D. (mot.)
                          (Bez. Pkt. 423 - 154 einschl.) mit Stoßteil Golajatal bis vor Baburkin. Dort Kampf. Eigene Teile halten noch
                           Swch. Nr. 1 - 2. Stellung 2,5 km nordwestl. Rossoschkatal zwischen Gratschew - Golajatal - 113,6 - 58,5
                           (1,5 km nördlich Bz. Pkt. 438). Lage nordwestl. 438 und nordostw. Dimitrewka noch ungeklärt.
                          3. Stellung Rossoschkatal zwischen Sapadnowka und Baburkin im Aufbau.

                          - 76. I. D.: nach starker Art.- und Do - Gerät - Feuervorbereitung griff der Feind ab 06.10 Uhr in Btl. - Stärke
                          den linken Flügel der Division an. Der Angriff wurde durch eigene Artillerie zersprengt.
                          Um 07.00 Uhr setzte der Gegner nach einstündiger, äußerst heftiger, trommelfeuerartiger Artillerievorbereitung,
                          die sich bis in das Rossoschkatal ausdehnte, zum Angriff gegen den linken Flügel der 76. I. D. und gegen die
                          ganze Front der 44. I. D. an.
                          Der Angriff wurde auf breiter Front, unter stärkstem Infanterieeinsatz und mit starker Panzerunterstützung
                          (mindestens 40 Panzer) geführt und laufend durch weiteres heftiges Artillerie-, Granatwerfer- und
                          Stalinorgelfeuer unterstützt. Die Besatzung erhielt durch das Vorbereitungsfeuer äußerst schwere Verluste. Sie
                          setzte trotzdem dem feindlichen Angriff zähesten Widerstand entgegen und ermöglichte dadurch trotz mehrfacher
                          Überlegenheit des Gegners das halten einzelner Stützpunkte.
                          Nachdem allein im Raum der Swch. Nr. 1 etwa 20 feindliche Panzer abgeschossen waren, lies am Nachmittag
                          die Angriffskraft der feindlichen Infanterie nach. Der Hauptdruck des Feindes lag auf der Landbrücke zwischen
                          Swch. - Golajaschlucht und in der Golajaschlucht selbst, mit dem Ziel, in das Rossoschkatal durchzustoßen.
                          Zurzeit wird stützpunktartig gehalten: Alte HKL bis 2 km nordostw. Bez. Pkt. 423 - Nordwestausläufer
                          Sapadnowkaschlucht - Swch. Nr. 1 - Gratschewschlucht (südlich Swch.) - Ostteil des Höhenrückens zwischen
                          Gratschewschlucht und Golajaschlucht - dann eine Lücke bis 500 m nordwestl. Nordausgang Baburkin -
                          Südosthang Höhe 113,6 - Perejesdnajaschlucht südsüdostw. 113,6 - dann eine Lücke bis zum rechten Flügel
                          29. I. D. (mot.).
                          -Die Verluste der zurzeit in einzelnen Kampfgruppen kämpfenden 44. I. D. sind außerordentlich hoch, genaue
                          Zahlen, auch über Ausfälle von Waffen und Panzern, liegen noch nicht vor.

                         -AOK. 6 - I a
                         Durchgegeben: Obergefr. Ulrich Aufgenommen: Gefr. Buchmann 18.00 Uhr
                         Armee - Oberkommando 6A. H. Qu., 10.01.1943
                         Abt. - I a19.00 Uhr
                         Funkspruch an Heeresgruppe Don
                         Tagesmeldung
                         10.01. nach mehrstündigem, heftigen Trommelfeuer aller Kaliber, darunter 100 Stalinorgeln, trat Russe mit 9 - 10
                         Divisionen, 90 - 100 Panzern gegen Westfron 3 - 4 Divisionen, 40 Panzern Südfront, 2 - 3 Divisionen und 20  
                         Panzern Nordostfront zum Angriff an. Angriff konnte von eigener Artillerie aus Munitionsmangel nicht
                         beantwortet werden. Erforderliche Verschiebung eigener Panzer und Sturmgeschütze hinter bedrohte Fronten aus
                         Betriebsstoffmangel nick voll möglich. Russen gelang Durchbruch durch Front 44. I. D., der hart westlich
                         Rossoschka durch örtliche Reserven aufgefangen.
                         Vordere Linie: 1 km nordostw. 423 - 1 km ostw. 423 - Nr. 1 - 87,1 - Gratschewaschlucht bis 1,5 km westl.
                         70,4 - 2 km nordnordostw. Baburkin - 1 breite Lücke - 800 m ostw. 113,6 - 1 km südl. 113,6 -
                         Gorojesdnajaschlucht bis 1,6 km südostw. 126,1 - 2 km breite Lücke bis 1,5 km nordwestl. 103,1 - hart
                         nördlich Dimitrowka - Nordwestspitze Poltawskijschlucht - alte HKL. Südfront: Angriff gegen Zybenko
                         abgewehrt. 2 km ostw. Zybenko Einbruch mit Panzern und Infanterie abgeriegelt. Nordwestl. Jagodniki tiefer
                         Einbruch in HKL durch die Russe im Laufe des Tages weitere Kräfte nachschiebt. Abriegelung an beiden Stellen
                          in rückw. Gelände eingeleitet. Bereinigung 11.01. vorgesehen. Nordwestl. Bekatowka 2 örtliche Einbrüche je
                         400 m Breite abgeriegelt.
                         Stalingrad: Stärkere Feindstoßtrupps, örtliche Einbrüche bei 100. Jg. Div. und 30 I. D. Gegenangriff im Gange.
                         Nordostfront Abwehrerfolg. Angriffe unter starken Feindverlusten abgewehrt. Eingebrochene Panzer verjagt
                         oder vernichtet.

o11.01.1943 :  44. I. D.: Der Feind hat in der Nacht nichts unternommen. Heranschieben neuer Kräfte ist gemeldet. Es wird mit
                        weiteren Angriffen mit Schwerpunkt gegen Sowchose und Baburkin gerechnet.
                        Die Verluste der 44. I. D. sind besonders schwer. Von den Bataillonen der Div. sind meist nur noch Stäbe und
                        schwache weitere Teile vorhanden.
                       - Vom linken Flügel der Div. (1 km nordwestlich 58,5) zum linken Nachbarn besteht eine etwa 2 km breite Lücke,
                        für deren Schließung keine Kräfte verfügbar sind. Stützpunktartig wird folgende HKL gehalten: Alte HKL bis
                        2 km ostw. Bez. Pkt. 423 - Sowchose Nr. 1 - Kurgan (2 km ostw. 113,6) - Lücke bis 1 km südl. davon -
                        Nordschlucht der B. Perejesdnaja - 1 km nordwestl. 58,5. -Gegenangriff letzter Reserven warf Feind vor 44. I. D
                      . bis Linie Sowchose Nr. 1 - Baburkin zurück. 1 km breite Lücke nördlich Baburkin noch nicht geschlossen.
                        Weitere 2 km breite Lücke linker Flügel VIII. A. K. (2 km westlich Baburkin) - rechter Flügel XIV. Pz. K
                      . (Schlucht hart nördlich 103,1). Höhe 1,5 Feindeinbruch. Südlich davon abgeriegelt. 103,1 feindbesetzt. Hier
                        Gegenangriff im Gange. Um Dimitrewka Kampf im Gange.

o12.01.1943 : 44. I. D.: Feindliche Angriffe richteten sich mit Schwerpunkt gegen Baburkin. Sie wurden von Höhe 113,6
                       besonders auf der Perejesdnaja - Schlucht und südlich davon geführt. Das in die Lücke zum XIV. Pz. K.
                       eingesetzte Pi. Btl. musste vorübergehend zurückgenommen werden, erreichte aber in einem von Panzern
                       unterstützten Gegenstoß die alte Stellung wieder.

o18.01.1943 : Rechter Flügel 44. I. D. zurückgebogen, Front nach Nordwesten beiderseits Rossoschkatal, 3 km nordwestlich
                       433. Eigene, dahinterstehende Panzer und Sturmgeschütze unbeweglich und ohne Munition.

o19.01.1943 :  Rückverlegung ostw. Gontschara   

o21.01.1943 : 44 I. D. anscheinend aufgerieben. Höhe 134,3 vorübergehend verloren, im Gegenstoß wiedergenommen. Westlich
                       151,7 - Pestschanaja - Schlucht und südlich 515 weitere Feindverstärkungen. Angriff stärkster Kräfte steht hier
                        bevor. Weitere Feindverstärkungen vor Südwestfront lassen Angriffe stärkster Feindkräfte erwarten.