|
Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Arme
e
26.07.1942 : „Kesselschlacht von Kalatsch“
06.08.1942 : Vorstoß zum Don
12.08.1942 : Säuberung d. Donbogens nordöstl. Von
Kalatsch
23.08.1942 : Vorstoß aus dem d. Don-Brückenkopf bei Kalatsch auf den inneren Verteidigungsgürtel v. Stalingrad
05.09.1942 : Vorstoß entlang der Zariza-Schlucht auf
den Stadtrand von Stalingrad/ Stalingrad-Mitte
14.09.1942 : Kdr. des I. R. 194 meldet durch Fernsprecher das Erreichen des Bahnhofs.
Vorstoß bis zum Bhf. Stalingrad (Stadtplan 4639 - 37
d) Nach erneuter Bereitstellung griff Division wieder an, vernichtete in
Straßenkämpfen Feindreste und erreichte um 15.15 Uhr ostwärts des Bahnhofs die
Wolga. Vordere Linie und erreichte Räume
(Veränderungen) 71. I. D.: 1,5 km nördl. 457 - 459 Südrand - 500 m nordwestl. 749 - T
von Stalingrad
LI. A. K. ist am 14.9. mit 71. und 295. I. D. in das Zentrum
Stalingrads eingebrochen und hat um 15.15 Uhr mit vordersten Teilen die Wolga
in Gegend des Wasserwerkes erreicht (I. R. 194). Gef. St. 71. I. D. 5 km
südwestlich Gorodischtsche.
15.09.1942 : 08.30 Uhr mit I.R. 211 Beginn Angriff gegen Feind in Dubowaja-Schlucht und auf dem Höhengelände nördl. 457 an.
Gegen zähen Widerstand kommt Angriff langsam
vorwärts. wies am 15.9. morgens fdl. Übersetzungsversuche über die Wolga ab.
Fährbetrieb an der Anlegestelle im Planquadrat6439 - 45 konnte bisher nicht
verhindert werden. Verst. I.R. 211 nahm im Angriff auf 457 tiefgegliederte
Feindstellung auf Höhe südl. 456 in erbittertem Kampf. Abschnitt Nr. 5 wurde
teilweise genommen.Dubowkaschlucht weiterhin feindbesetzt.
16.09.1942 : säubert seit 16.9. morgens die Dubowajaschlucht nordwestl. 457. Die in der Schlucht liegende M. T. St. ist noch
feindbesetzt.
A.R. 171 gewann auf dem nördlichen Zariza - Ufer ostw. 466 Boden. Durch das Vordringen des
Feindes den N in den Zielraum D 16 steht der Melde- und Versorgungsverkehr zu den an
der Wolga stehenden Teilen der Division unter fdl.
Feuerwirkung.
17.9.1942: Der Angriff des rechten Flügels und die Mitte der 71. I. D. gegen die Stariza erreichte bis 13.00 Uhr die Linie:
Schlucht zwischen der Stariza und der M. T. St. 457 - M. T. St. - Mitte des
Stadtteils Planquadrat 4639- 17 und 27. Das Vorwärtskommen wurde immer wieder
durch Feindgruppen verzögert, die in den zahllosen kleinen Schluchten einzeln
vernichtet werden müssen
18.09.1942: erreichte mit I. R. 211 nördl. der Zariza angreifend die Eisenbahnlinie zwischen Starizabrücke und Südwestteil des
Bahnhofs. Stadtteil in Zariza - Wolgawinkel südl. des Bahnhofs noch von
stärkerem Feind besetzt. 71. I. D. säuberte am 18.9. nördl. der Zariza das
Gelände bis zur Eisenbahn südwestl. Bf. Stalingrad.
19.09.1942 : 71. I. D, trat 4.00 Uhr mit I. R. 211 und 191 zum Angriff über die Eisenbahn zwischen Zariza und Bahnhof
Stalingrad nach Osten an. Im heftigen Abwehrfeuer aus geschickt angelegten
Erdstellungen vom Bahndamm kam der Angriff nur bei I. R. 191 vorwärts, das bis
an den großen Platz mit dem Parteigebäuden herankam. Starke Flankierung vom
Südufer der Zariza verhinderte das Vorwärtskommen des I. R. 211, das z. Zt. versucht, dicht südwestl. des
Bahnhofs durchzubrechen. gewann unter Brechung starken feindlichen Widerstandes
den Stadtteil nördlich der Parteigebäude im Planquadrat 4639 / 36 und 46.
Starkes flankierendes Feuer vom südlichen Zarizaufer erschwerte das weitere
Vorgehen nördlich der Zariza nach Osten. Nach Abwehr des um 11.00 Uhr begonnenen Feindangriffs erneute
Angriffe am
Nachmittag. 71. I. D. hat den Platz der Parteibauten erreicht, diese jedoch
noch nicht nehmen können
21.09.1942 : In der Vergangenen Nacht wurde lebhafter Fährverkehr auf der Wolga, dabei auch Transporte schwerer Waffen
durch die Artillerie der 71. I. D. wirksam bekämpft. Es wurden mehrere
Volltreffer auf den Fährbooten beobachtet. Bei Tagesanbruch setzte
sich I. R. 194 durch Handstreich in den Besitz eines wichtigen Häuserblocks und stieß
in Ausnutzung dieses Erfolges bis dicht an die Fährstelle
(Planquadrat 4639 / 46 C 2) vor. Eine kurz danach erkannte
feindliche Bereitstellung wurde von eigenen Stuka zerschlagen. I. R. 211 gewann den freien Platz dicht südwestlich
des Bahnhofsgeländes (4639 / 36 C 2) und begradigte die
Front.
24.09.1942 : 71. I. D. trat nach guter Vorbereitung durch VIIL Fl. K. zum Angriff an. In dem meist nur aus Stein - und
zahlreichen Hochhäusern bestehenden Stadtteil nördlich der
Zarizamündung ist der feindliche Widerstand um vieles stärker als
in den übrigen Stadtteilen. In hartnäckigstem Kampf muss um jedes
Haus und Fabrikgebäude gekämpft werden. erreichte am 24.9. in
mühsam, schwierigem Kampfe die Linie: Zarizabrücke 35 A 1 - Ovaler Platz - Straße nach
Nordosten - Südrand Theaterplatz - Theater (ausschl.) - Nordrand
des Platzes der Parteigebäude - Wolgaufer 46 C 2.
Fortsetzung des Angriffs mit 94. I. D. und 71. I. D. auf die noch
feindbesetzten Stadtteile an der Zarizamündung.
25.09.1942 : 7.30 Uhr erneut zur Säuberung des nördlich der Zariza liegenden Stadtteils an und gewinnt in hartem Kampf
langsam Boden. Die Parteigebäude sind
genommen. südostw. Zarizabrücke - Grünanlagen nordostw. davon -
Südecke des lichten Häuserviertels südostw. des Parteihausgeländes
- Wolga am Wasserwerk
26.09.1942 : 71. I. D. erreichte das Wolgaufer, an dem sich noch einige Feindnester halten. 12.00 Uhr wurde auf
dem
Parteigebäuden und dem Theater die Reichskriegsflagge
gehisst.
·27.09.1942 : 71. I. D. beseitigte in den Morgenstunden Artilleriewiderstandsnester an der Wolga und machte dabei über 400
Gefangene. Bis 07.00 Uhr war das Wolgaufer auf ganzer Front
erreicht. Division hat sich hier zur Abwehr
eingerichtet. Säuberung des rückwärtigen Kampfgeländes steht vor dem
Abschluss. 71. I. D. säuberten am 27.9. endgültig die
Stadtteile beiderseits der Zarizamündung
25.10.1942 : Kämpfe in Stalingrad-Mitte nördlich der Zariza-Schlucht
29.10.1942
: 71. I. D. hält Riegelstellung nördlich der Schlucht und hat zwischen Eisenbahn und Wolga Feindberührung.
15.11.1942 : Gegen
19.00 Uhr Feindangriff gegen Riegelstellung der 71. I. D., der zu einem Einbruch führte, Kämpfe noch im
Gange. Zeitl. Artilleriefeuer besonders auf Höhe 102,0
auf vordere Linie im Metallwerk und im Raum
Kommissarhaus (83 d Mitte), Geschützfabrik.
25.11.1942 : Vor linkem Flügel 71. I. D., im Schluchtengelände südlich 102,0 und bei 102,0 starke feindliche
Stoßtrupptätigkeit.
26.11.1942 : Vorstöße starker feindlicher Stoßtrupps am linken Flügel der 71. I. D. wurden im wechselvollem Kampfe
abgewiesen. Auch im Metallwerk starke feindliche
Stoßtrupptätigkeit.
25.12.1942 : Wolgafront: 2 Spähtruppvorstöße während der Nacht gegen Südflügel der 71. I. D. und 2 Vorstöße in Stärke von
je 40 Mann am Mittag gegen Höhe 102,0 wurden
abgewiesen. Im Metallwerk 2 Feindangriffe gegen Stellungen
bei südl. Zahl 9 (nordwestl. Halle 3) bis auf kleinen örtlichen
Einbruch abgeschlagen. Ein Angriff in Stärke von 100 - 150
Mann gegen Halle 3 führte zum Einbruch, der im Gegenstoß zum
größten Teil beseitigt wurde. Stalingrad schwächere Vorstöße
gegen 71. I. D. und 100 Jg. Div. Angriffe im Metallwerk abgewehrt bis auf
geringen örtlichen Einbruch, der abgeriegelt. Lebhaftes Art.
Feuer auf Geschützfabrik.
|