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Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Armee
24.07.1942 : Kesselschlacht von Kalatsch ( 20.07. –
11.08.1942 )
o13.08.1942 : Vorstoß auf die Höhe von Tundutowo / südl. Eckpfeiler des inneren Befestigungsringes von Stalingrad
o18.08.1942 : Vorstoß auf die südlichste ruß. Verteidigungslinie bei
Abganerowa / IV.-AK
o26.08.1942 : Angriffskämpfe auf die Höhe von Tundutowo / südlicher Eckpfeiler des inneren Befestigungsringes von
Stalingrad
o11.09.1942 : Kämpfe im südl. festungsgürtel von
Stalingrad bei Elchi / Jalchi
o18.09.1942 : Kämpfe im südl. festungsgürtel von Stalingrad bei Elchi / Jalchi
o01.10.1942 : Stellungskämpfe am ruß. Brückenkopf von
Beketowka
o06.10.1942 : Stellungskämpfe am ruß. Brückenkopf von Beketowka
o25.10.1942 : Abwehrkämpfe am ruß. Brückenkopf von Beketowka
südl. Woroponowo
o13.11.1942 : Stellungskämpfe am ruß. Brückenkopf von Beketowka
o28.11.1942 : Der seit den Morgenstunden laufende Angriff etwa zweier russischer Divisionen mit Panzern
gegen 297. I. D. und Westflügel 371. I. D. mit Schwerpunkt beiderseits
Jagodniki wurde bisher abgeschlagen. - IV. A. K.meldet 16.50 Uhr - Der
Gegner ist heute im Abschnitt der 297. I. D. zu dem erwarteten Großangriff
angetreten. Der am Morgen in Stärke von mehreren Regimentern mit etwa 50 Panzern mit Schwerpunkt gegen die
Front nördlich Jagodniki vorgetragene Feindangriffe wurde unter Vernichtung von
15 feindlichen Panzern abgeschlagen, Die beiderseits des Schwerpunktes,
insbesondere ostw. Zybenko, gleichzeitig geführten Feindangriffe erfolgten meist in
Btl. - Stärke und wurden
abgeschlagen. - Weitere Angriffe gegen linken Flügel 297. I. D. beiderseits
Jagodniki führten am Nachmittag zu 2 Einbrüchen beiderseits Jagodniki und
nordwestlich Jagodniki, die morgen bereinigt werden sollen. - Bei 297. I. D.
wurde der mit Panzerunterstützung am rechten Flügel der Division geführte Feindangriff teils im
Gegenstoß abgeschlagen. HKL nördlich Jagodniki bis auf eine örtliche
Einbruchsstelle wieder in eigener Hand. Gegenstoß zur Wiedergewinnung der
dortigen HKL mit Mondaufgang.
o29.11.1942 : Bei 297. I. D. hat der zur Schließung der Einbruchsstelle nordwestlich Jagodniki eingesetzte Gegenstoß bei heftiger
Gegenwehr des Gegners wenig an Boden gewonnen.
-Der Gegner hat heute seine von zahlreichen Panzern unterstützten
Angriffe gegen Front 297. I. D. mit Schwerpunkt im Abschnitt Zybenko und
Jagodniki fortgesetzt.
o30.11.1942 : IV. A. K. 16.40 Uhr (Oblt. Humbert / Oblt.
Schier): Nach den in den letzten Tagen vor der Front der 297. I. D.
erlittenen schweren Verlusten, die durch Beobachtung und
Gefangenenaussagen bestätigt sind, hat der Gegner heute seine Angriffe nicht fortgesetzt. Das Korps rechnet jedoch auf
Grund heute beobachteter anhaltender starker Bewegungen und Ansammlungen
beiderseits Jagodnij morgen mit
Fortsetzung der Feindangriffe aus dem Raume Warwarowka -
Jagodnij.
o01.12.1942 : Bei 297. I. D. feindliches Störungsfeuer in wechselnder Stärke. Am Nachmittag wurde feindlicher Angriff in
Btl. - Stärke, begleitet von 1 Panzer, nordwestlich Jagodniki
abgewiesen.
o02.12.1942 : - Nach jeweils schwerster Feuervorbereitung, die sich zeitweilig bis auf linken Flügel 29. I. D. (mot.) erstreckte, hat
der Gegner heute unter Einsatz starker inf. Kräfte mit bis zu 40 Panzern
(wahrscheinlich mehrere Inf. Div., bzw. Brigaden und Pz. Brigaden
beteiligt) mehrere groß angelegte Angriffe gegen den Abschnitt der 297. I. D. geführt.
Der Schwerpunkt der feindlichen Angriffe richtete sich gegen die
Abschnitte Jagodniki - Jelchi-. - Bei 297. I. D. wurde der bei
Zwischenmeldung noch laufende Feindangriff nördlich Jagodniki
o03.12.1942 : Der Gegner hat heute seine Angriffe gegen die Front der 297. I. D. fortgesetzt. Die Angriffe haben offenbar auf Grund
der in den letzten Tagen dort erlittenen außerordentlich hohen
Verluste an Kraft nachgelassen. Nach kurzer
Feuervorbereitung 09.00 Uhr Wiederbeginn der feindlichen Angriffe
gegen den Abschnitt Jagodniki - Jelchi. -Bei 297. I. D. am Abend
nordwestlich Jagodniki örtlicher Einbruch. Gegenstoß zur Wiedergewinnung der HKL
dort im Gange. Der ostw. Zybenko eingedrungener Feind in
Stärke von 25 Mann wurde vernichtet.
o06.12.1942 : Vor Front 297. I. D. in verschiedenen Richtungen, vornehmlich in Gegend Dreihügelgrab beobachtete
Feindbewegungen bis zu Bataillonsstärke mit einzelnen Geschützen
deuten auf Ablösungsbewegungen hin.
o07.12.1942 : Bei 297. I. D. westlich Jelchi Abwehr eines feindlichen Erkundungsvorstoßes in unbekannter Stärke.
o08.12.1942 :
Nach kurzer Artillerievorbereitung ist der Gegner um 07.25 Uhr zu dem erwarteten Angriff gegen linken Flügel
297. I. D. mit Schwerpunkt bei Dreihügelgrab angetreten.
o09.12.1942 : Bei 297. I. D. wurde die HKL ostw. Zybenko eingedrungener feindlicher Stoßtrupp zurückgeworfen.
o19.12.1942 : 297. I. D. nach Wypassnoje und von dort
in allgemein südlicher Richtung,
o20.12.1942 : Vor 297. I. D. lebhaftere feindliche Feuer- und Schanztätigkeit als an den Vortagen bei bisher festgestellter
Verstärkung des Gegners um 1 Batterie. Von mehreren, westlich der
Karpowka in Stellung gehenden feindlichen Pak eine durch Volltreffer
vernichtet
o21.12.1942 : Vor 297. I. D. wurden ostw. Zybenko 3 feindliche Spähtrupps, bei Dreihügeigrab 1 Stoßtrupp abgewiesen. Vor
Ostfront ostw. Jelchi am gestrigen Abend Verstärkung der feindlichen
Grabenbesatzung beobachtet. -Bei 297. I. D. südwestlich Rakotini stärkere
Infanteriebesetzung der Stellung als bisher beobachtet.
o22.12.1942 : -1 feindlicher Stoßtrupp wurde vor Mitte 297. I. D. nördlich Jagodniki abgewiesen
o27.12.1942 : Bei
297. I. D. gelang es gegen Mitternacht einem stärkeren Stoßtrupp hart ostwärts Zybenko in die HKL
einzudringen. Gegenstoß im Gange.
o29.12.1942
: Bei 297. I. D. wurde am frühen Morgen HKL ostw. Zybenko im sofortigen Gegenstoß bis auf 1 Bunker wieder in
eigene Hand gebracht.
o02.01.1943 :
Von 297. I. D. wurde am Vormittag feindlicher Stoßtrupp an Eisenbahnlinie westl. Zybenko verlustreich für den
Gegner abgewiesen. Seit 14.00 Uhr dort feindliche
Erkundungsvorstöße, unterstützt von einem Panzer im Gange. -Bei
297. I D. wurde der mit Panzerunterstützung am Bahnknie westl. Zybenko vorgetragene feindliche
Erkundungsvorstoß abgewiesen. An übriger Front außer Abwehr eines
feindlichen Stoßtrupps nördlich Sowchose Gernaja - Poljana
gegenüber Tagesmeldung keine Veränderungen.
o04.01.1943 : Pi. Btl. 297 (ohne 2 Kp.) und 2 Sturmgeschütze von Zybenko in Gegend 5 km nördl. Jagodniki verlegt.
o08.01.1943
: Vor Mitte der 297. I. D. wurden nordwestl. Jagodniki während der Nacht 3 Stoßtrupps und 2 Spähtrupps
abgeschlagen. Lebhaftes MG - Feuer im Raum Zybenko und Feuer eines
feindl. Panzers aus Gegend Tarwarowka. -Bei 297. I. D. am Vormittag
feindlicher Stoßtrupp westl. Zybenko abgewiesen. Im Morgengrauen Vorarbeiten je
einer Feindgruppe von 150 Mann und 300 Mann gege: die HKL zwischen
Zybenko und Jagodniki. Zu gleicher Zeit wurde feindlicher
Erkundungsvorstoß südl. Dreihügelgrab abgewehrt.
o10.01.1943 : Bei 297. I. D. wurden 10 feindliche Späh- und Stoßtrupps in Stärke bis zu 60 Mann vor allem bei Zybenko un ostw.
davon, sowie im Abschnitt Freihügeigrab verlustreich für den Gegner
angewiesen. -Der 297. I. D. wurde hierzu alle greifbaren Kräfte
zugeführt. Die heftigen Kämpfe zu Abriegelung der Einbruchsstelle
nördlich Jagodnij dauern noch an. Am rechten Divisionsflügel wurden bis Höhe Zybenko den ganzen Tag über
anhaltende Feindangriffe abgeschlagen. Nordostw. davon zeitweilig 25
Feindpanzer durchgebrochen. Hierbei gelang es dem Gegner in etwa
Regimentsstärke nach Ausfall der dort haltenden Kräfte in die HKL 3 km ostw. Zybenko
einzudringen, von wo er z. Zt. versucht, in den Rücken der ostwärts
davon haltenden Teile vorzustoßen. Bereinigung des feindlichen Einbruchs
in Gegend 2 km westlich Jelchi im Gange. Beiderseits Dreihügelgrab
erzielte der Gegner nach wechselvolen Kämpfen je einen örtlichen Einbruch von 400 m
Breite. Bereinigung der Lage dort eingeleitet.
o11.01.1943
: Tiefe Einbruchsstelle nördlich Jagodniki und kleinere Einbruchsstellen auf naht 297. / 371. I. D. können aus
Kräftemangel nicht bereinigt werden. Abriegelung dort nur durch Feuer
möglich. -Südfront: Durch Einbruchsstelle ostw. Zybenko schiebt Feind
weitere Infanterie und Panzer vor und versucht dort abzuriegeln. Tiefe
Einbruchsstelle bei Jagodniki und kleinere Einbruchsstellen bei 297. /
271. I. D. können aus Kräftemangel nicht bereinigt werden. Abriegelung dort nur durch Feuer
möglich. -Die beiden Einbruchsstellen beiderseits Dreihügelgrab bei linkem
Flügelbtl. 297. I. D. unter Einbringung zahlreicher Gefangener bis auf
einen Stützpunkt bereinigt. -Bei 297. I. D. nach Einbruch der Dunkelheit ostw.
Zybenko erneute Angriffe abgewiesen. Im Raum südlich 111,5, ostw. Zybenko
eingedrungene Feindkräfte in Rgt. - Stärke. Kräftezustand und Verluste
der ostwärts dieses Einbruchs haltenden Einheiten ernst. Abriegelung der
Einbuchsstelle nördlich Jagodniki unter Heranziehung aller irgend
verfügbaren Kräfte sowie von Nordwesten her. Gegenstoß zur Schließung der
Einbruchsstelle ostw. Zybenko durch 1. Gren. Rgt. (mot.) 71 im Gange. Nordwestlich Jagodniki 2 schwere feindliche
Panzer auf Minen gefahren und
vernichtet. -Bei 297. I. D. ruhiges Feindverhalten in der Einbruchsstelle
bei und südl. Krawzow sowie an Straßenkreuz 1 km nordostw. Zybenko. Hart
westlich davon befindlicher Btl. Gef. Std. noch eingeschlossen. Zurücknahme der ostwärts
der zweigestrichenen Straße (2 km ostw. Zybenko) - 2 km nordwestlich
Jagodnikij stehenden Teile in neue HKL im Gange. Auf Höhenrücken 119,7
befindliche Feindteile im Gegenstoß nach Süden zurückgeworfen.
o15.01.1943 : Reste der 29., 3. I. D. (mot.), 376. und 297. I. D. gehen auf endgültige Stellung an Bahnlinie bei und nordwestlich
Joropoponowo zurück. Röm. 8. A. K. wird in kommender Nacht in
Zwischenstellung Rossoschka - Pitomnik zurückgenommen (heute nicht
angegriffen).
o22.01.1943 : 76. I. D., 29. I. D. (mot.) und 3. I. D. (mot.) und 297. I. D. aufgerieben.
Südfront und Stalingrad und Nordfront halten hier aus gegen überlegene
Angriffe. Munition geht auch hier zu Ende.
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